ADHS - allgemeiner Überblick

Folgen für die Lebenssituation

Kinder mit ADHS haben häufig mit großen sozialen Problemen zu kämpfen und ihre Familien haben oft einen langen Leidensweg hinter sich, bevor die Erkrankung erkannt und behandelt wird.

Wenig Lob, viel Kritik

Im sozialen Umfeld der Kinder stößt die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung meist auf Unverständnis und Ablehnung. Ständig werden sie von ihren Eltern und Lehrern kritisiert: „Du hörst einfach nicht zu!“„Jetzt hast du schon wieder deinen Turnbeutel vergessen!“ Doch so sehr sich die Kinder bemühen, diesen Erwartungen gerecht zu werden: Ihre gestörte Reizverarbeitung macht es ihnen unmöglich. Sie fühlen sich überfordert, reagieren aggressiv oder ziehen sich zurück. Von anderen Kindern werden sie oft gemieden, von Eltern und Lehrern selten gelobt. Ihr Selbstbewusstsein sinkt stetig.

Schlechte Noten

In der Schule sind die Kinder unaufmerksam, machen Flüchtigkeitsfehler, stören die Mitschüler und bekommen schlechte Noten. Und das, obwohl Intelligenztests zeigen, dass Kinder mit ADHS gleichaltrigen, „normalen“ Kindern in nichts nachstehen, im Gegenteil: Viele der Betroffenen  sind hochintelligent und haben dennoch große schulische Probleme.  

Belastete Paarbeziehung

Auch die Eltern von Kindern mit ADHS leiden unter der Erkrankung. Die Wutanfälle und ständige Diskussionen bringen sie oft an den Rand der Verzweiflung. Immer wieder wird ihnen unterstellt, sie hätten ihr Kind nicht richtig erzogen oder ihm nicht die nötige Zuwendung geschenkt. Diese Situation belastet schließlich auch die Paarbeziehung.