ADHS - allgemeiner Überblick

„Hör auf zu zappeln! Sei endlich ruhig und setz dich hin!" Viele Eltern hören sich selbst immer wieder solche Sätze sagen. Beim Essen oder bei den Hausaufgaben still zu sitzen und sich zu konzentrieren, fällt ihrem Kind schwer. Es wirkt überdreht oder ist verträumt und leicht ablenkbar.

„Normal“ oder ADHS?

Die Eltern sind dadurch oft verunsichert: Ist ihr Kind nur lebhaft oder gestresst? Handelt es sich bei seinem Verhalten um eine normale Entwicklungsphase? Oder steckt doch mehr dahinter? In manchen Fällen sind solche Symptome ausgelöst durch ADHS. Die so genannte Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitätsstörung ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Aktuellen Studien zufolge sind in Deutschland etwa fünf Prozent aller Kinder und Jugendlichen im Altern von drei bis siebzehn Jahren davon betroffen, Jungen rund viermal häufiger als Mädchen. Etwa 30 bis 60 Prozent der Kinder mit ADHS behalten ihre Symptome bis in das Erwachsenenalter.

Woran aber erkennen Eltern oder Erzieher, ob ein Kind, das unkonzentriert oder zappelig ist, tatsächlich an ADHS leidet? Wie kann man sein Verhalten verstehen und seine Stärken fördern?

Mit ADHS den Alltag meistern

Die folgenden Seiten sollen betroffenen Familien dabei helfen, Symptome von ADHS zu erkennen, Diagnosemethoden beschreiben und Möglichkeiten der Therapie im Kindes- und Erwachsenenalter aufzeigen. Denn je früher eine solche Erkrankung behandelt wird, desto besser können Betroffene und Angehörige lernen, mit dieser Herausforderung umzugehen und ihren Alltag zu meistern.